
Drei Starter, acht Starts und acht Pokale! Am 24. Oktober 2026 fanden in Dortmund die WKU European Open im Karate statt. Die Wetterauer Kampfgemeinschaft ging mit drei Kämpfern in insgesamt acht Klassen an den Start und kehrte mit einem fantastischen Ergebnis nach Hause zurück.
Lass mich kurz spoilern: Wir sind mit acht Pokalen nach Hause gefahren! Doch nun der Reihe nach.
Frank Kortmann überzeugt in der Kata
Aufgrund organisatorischer Mängel musste Frank Kortmann, der in den drei Klassen Kata traditionell Ü35, Ü45 und Ü55 antrat, leider bis zum späten Nachmittag warten, bevor er seine erste Kata zeigen durfte.
Den Auftakt machte die Klasse Kata traditionell Ü35 Herren. Hier präsentierte Frank eine souveräne Gojushiho Sho und sicherte sich damit den ersten Platz. Ein toller Start in das Turnier!
In der zweiten Klasse, Kata traditionell Ü45, traf er tatsächlich auf denselben Finalgegner wie zuvor. Dieses Mal musste sich Frank jedoch geschlagen geben und erreichte einen starken zweiten Platz.
In der Klasse Kata traditionell Ü55 wartete ein besonders großes Teilnehmerfeld. Leider ließ die Schiedsrichterleistung aus unserer Sicht einige Wünsche offen, sodass es für Frank in dieser Klasse am Ende zum dritten Platz reichte.
Mit einem ersten, einem zweiten und einem dritten Platz kann Frank mehr als stolz auf seine Leistung sein. Er hat eindrucksvoll gezeigt, dass er in der europäischen WKU-Spitze mitmischt!

Frank Kortmann (2.v.l) und seine Gegner
Kumite: Ein vereinsinternes Finale und starke Kämpfe
Auch im Kumite hatte die Wetterauer Kampfgemeinschaft einiges zu bieten. Marcus Krogmann und Dr. Hans-Ludwig Reinsch starteten zunächst gemeinsam in der Klasse Kumite Ü45.
Für Dr. Hans-Ludwig Reinsch war es dabei eine ganz besondere Erfahrung: Von 2018 bis 2020 war er ehrenamtlich als Wettkampfarzt für den Hessischen Fachverband Karate tätig und kannte Wettkämpfe bislang nur aus medizinischer Sicht. Dieses Mal stand er selbst als aktiver Kämpfer auf der Matte!
Beide gewannen sämtliche Vorkämpfe und kämpften sich damit souverän ins Finale – wo sie schließlich direkt aufeinandertrafen.
In diesem vereinsinternen Duell setzte sich Dr. Hans-Ludwig Reinsch knapp gegen Marcus durch und sicherte sich damit seinen ersten Titel des Tages. Ein besonderer Moment für die Wetterauer Kampfgemeinschaft!
Anschließend ging es in der Herrenklasse Kumite Ü35 weiter. Auch hier kämpften sich beide Athleten bis ins Halbfinale vor.
Für Dr. Hans-Ludwig Reinsch endete der Wettkampf leider unglücklich: Nach einem regelkonformen, jedoch etwas zu harten Kontakt durch seinen Gegner erlitt er einen Nasenbruch und konnte den Wettkampf nicht fortsetzen. Damit blieb ihm in dieser Klasse der dritte Platz.
Marcus Krogmann erreichte das Finale, musste sich dort allerdings demselben Gegner geschlagen geben und belegte den zweiten Platz. Trotz der unglücklichen Umstände war es ein starkes Ergebnis für unsere Kämpfer: Silber für Marcus Krogmann und Bronze für Dr. Hans-Ludwig Reinsch.

Marcus Krogmann glänzt in der Klasse Ü55
In der Klasse Kumite Ü55 zeigte Marcus Krogmann schließlich, was in ihm steckt. Mit starken Leistungen ließ er seinen Gegnern kaum eine Chance und kämpfte sich souverän an die Spitze des Teilnehmerfeldes.
Am Ende stand der verdiente erste Platz! Eine beeindruckende Leistung und ein weiterer Titel für die Wetterauer Kampfgemeinschaft.

Mehr als Medaillen: Echter Teamgeist in Dortmund
Doch nicht nur die sportlichen Erfolge machten dieses Turnier zu etwas Besonderem. Neben unseren drei Kämpfern waren auch Assistenztrainerin Trixi Wand und Chefcoach Gilbert Stache vor Ort.
Fünf Aktive – aber eine Mannschaft, die zusammenhielt!
Sobald einer unserer Kämpfer auf der Matte stand, waren auch die anderen vier zur Stelle. Es wurde angefeuert, mitgefiebert und gemeinsam gefeiert. Die Stimmung war großartig und der Teamgeist jederzeit spürbar.
Mit nach Dortmund gereist war außerdem Katrin, die Ehefrau von Marcus. Sie war nicht nur für ihn eine wichtige emotionale Stütze, sondern bildete zugleich einen kleinen, aber umso engagierteren Fanblock für die gesamte Mannschaft. Mitfiebern, Daumen drücken, anfeuern und sich gemeinsam freuen – Katrin war mittendrin und unterstützte alle unsere Kämpfer mit ganzem Herzen!
Und auch in der Wetterau war die Spannung groß! Die Karateka unserer beiden Vereine verfolgten die Nachrichten aus Dortmund gespannt, fieberten aus der Ferne mit und drückten ihren Vereinskameraden kräftig die Daumen. Auch wenn sie nicht persönlich vor Ort sein konnten, war ihre Unterstützung jederzeit zu spüren. Die Freude über die Erfolge war entsprechend groß!
Gerade in einem langen Turnier mit Wartezeiten, intensiven Kämpfen und auch unglücklichen Momenten zeigte sich, was unsere Kampfgemeinschaft ausmacht: Wir stehen füreinander ein, unterstützen uns gegenseitig und freuen uns gemeinsam über jeden Erfolg.
Es war fantastisch, diesen Zusammenhalt zu erleben. Denn am Ende zählt nicht nur, wer auf dem Siegerpodest steht, sondern auch, wer hinter einem steht, wenn man auf der Matte alles gibt.
Unser Fazit: Ein fantastischer Tag für die Wetterau!
Drei Kämpfer, acht Starts und ein hervorragendes Ergebnis bei den WKU European Open in Dortmund. Mit drei ersten, drei zweiten und zwei dritten Plätzen kehrte die Wetterauer Kampfgemeinschaft mit insgesamt acht Pokalen nach Hause zurück.
Wir gratulieren Frank Kortmann, Dr. Hans-Ludwig Reinsch und Marcus Krogmann zu ihren starken Leistungen und bedanken uns bei Assistenztrainerin Trixi Wand und Chefcoach Gilbert Stache für die Unterstützung und Betreuung vor Ort. Ein herzliches Dankeschön geht ebenso an Katrin für ihre großartige Unterstützung und natürlich an alle Karateka unserer beiden Vereine, die von zu Hause aus mitgefiebert und die Daumen gedrückt haben!
Doch nicht nur die Pokale bleiben in Erinnerung. Vor allem der außergewöhnliche Zusammenhalt, die gegenseitige Unterstützung und die großartige Stimmung machten dieses Turnier zu einem besonderen Erlebnis.
Drei Kämpfer, acht Starts, acht Pokale und jede Menge Teamgeist! Die Wetterauer Kampfgemeinschaft kann wirklich sehr, sehr stolz auf das Erreichte sein.
Es war ein fantastisches Turnier, ein tolles Ergebnis und einmal mehr ein Beweis dafür, dass bei uns nicht nur Wetterau draufsteht, sondern auch Wetterau drin ist!
Wetterau – gemeinsam stark!
Gilbert Stache
