„Man spürt eine innere Ruhe“

Familien-Power: Michael Trzeciak und seine Söhne Maximus und Julius (Foto: sky)

Drei Hessenmeister unter einem Dach, und davon sogar zwei doppelte: So etwas erlebt man nicht alle Tage. In der Familie Trzeciak haben Vater Michael, sowie die beiden Söhne Julius (15) und Maximus (10) im vergangenen Jahr bei Karate-Wettkämpfen zahlreiche Medaillen abgeräumt. Daher streben sie nun nach mehr.

„Bis jetzt trainiere ich im Landeskader, aber meine Tendenz geht Richtung Bundesebene“, sagt Julius Trzeciak. Seit fünf Jahren praktizieren die drei Athleten „Kata“ (Schattenboxen) sowie „Kumite“ (Freikampf gegen einen anderen) und verbringen zwischen zehn und 20 Stunden pro Woche in einem Frankfurter Trainings-Center. Auch zu Hause wird am Sandsack im Keller eifrig trainiert. „Wir waren an einem kalten Abend zufällig an der Sporthalle vorbeigekommen, als dort der Karateverein sein Training abhielt“, erinnerte sich Michael Trzeciak an den Moment, als der Funke übersprang. Er und Sohn Julius waren sich sofort einig, dass dies die richtige Sportart für sie sei. Der damals erst fünfjahrige Maximus stieg ein halbes Jahr später ebenfalls ein.

„Karate ist eine Kampfkunst, die dazu dient, friedlicher zu werden“, ist er überzeugt. Bruder Julius ergänzt: „Nach einem Training ist man manchmal fix und fertig, aber froh, etwas für Körper und Geist getan zu haben.“ Auch Vater Michael weiß die Sportart zu schätzen: „Man ist hinterher ausgeglichen und spürt eine innere Ruhe. Da hat man keine Ambitionen mehr, sich zu streiten.“ Es gehe nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um die Weiterentwicklung des eigenen Charakters. Maximus meint: „Bei diesem Sport lernt man, respektvoll mit anderen Menschen umzugehen.“

(AutorIn: Edelgard Halaczinsky)

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